Stasi-Gefängnis – Ein Tag in der Vergangenheit – Mahnung

Ortsverein

Am Sonnabend, dem 15.September besuchte der Ortsverein Velten die Gedenkstätte in Berlin. Wer wissen möchte, was den Wert von Demokratie und Freiheit ausmacht, sollte solche Gedenkstätten als “Orte des Unrechtes” besuchen, um sein Blickfeld zu erweitern. Zukunft gestalten bedeutet auch, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Das die DDR nur auf dem Papier ein Rechtsstaat war, wurde allen Teilnehmern mehr als deutlich, denn tausende Menschen wurden Opfer des stalinistischen Terrors und der menschenverachtenden Einschüchterung durch den DDR Staatssicherheitsdienst.

Mehr als  44 Jahre diente die Haftanstalt der politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde hier ein sowjetisches Speziallager errichtet, 1946 wurde es das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Deutschland. Das Ministerium für Staatssicherheit das Gefängnis übernahm es 1951, erweiterte es durch einen Neubau und nutzte es bis 1989 als zentrale Untersuchungshaftanstalt. Tausende politisch Verfolgte waren in Hohenschönhausen inhaftiert, darunter fast alle bekannten DDR-Oppositionellen. Das gesamte Gebiet war auf keiner Karte vermerkt und um die Haftanstalt eine Sperrzone eingerichtet. Die SED und deren Handlanger der Stasi, haben alles unternommen, um ihre repressive gegen das eigene Volk gerichtete Politik so geheim wie nur möglich zu halten.
Nach der Wende im Jahre 1994 wurde die Gedenkstätte eingerichtet. Da große Teile der Gebäude und der Einrichtung erhalten geblieben sind, vermittelt sie ein authentisches Bild des Haftregimes in der DDR. In der Regel führen ehemalige Häftlinge die Besucher durch das Gefängnis und berichten über die Haftbedingungen und Verhörmethoden des DDR-Staatssicherheitsdienstes.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei Herrn Schumacher für die Führung aber auch bei dem Augenzeugen und ehemaligen Insassen Herbert Kachel bedanken.